Um meinen Skulpturen ein langes Leben zu bescheren, bedarf es einiges zu beachten.
Sämtliche Skulpturen finden ihren Platz außerhalb des Hauses. Im Haus wäre es zu warm und zu trocken, somit würden sie stark reißen.
Holzgegenstände arbeiten ständig, auch noch nach Jahren.
Da ich die meisten Figuren aus Eiche bzw. einige wenige aus Lärche fertige, erhalten sie einen Anstrich mit einer offenporigen Lasur.
Regen und Schnee sind völlig ohne Bedeutung, jedoch sollte Staunässe von unten vermieden werden. Hierzu stellt man das Stück auf kleine Steine oder eine andere Unterlage, sodass ein ca. 2 cm Luftspalt entsteht.
„Risse gibt es gratis dazu“
Holz ist ein gewachsener, lebender Werkstoff der einem ständigen ändernden Umständen ausgesetzt ist.
Risse entstehen u.a. durch die unterschiedlichen Schwundeigenschaften von Splint- und Kernholz. Splintholz schwindet generell stärker als Kernholz.
Skulpturen werden in der Wohnung immer stark reißen.
Ich verwende, Holz wenn es geht, halbierte, besser geviertelten Baumstämmen um Risse zu vermeiden. Allerdings ist hier der Arbeitsaufwand durch das Auftrennen und das Verwenden von starkem Holz höher.
Leichter Insektenbefall
z.B. Bohrlöcher holzbewohnender Insekten wie z.B. Bockkäfer und Splintholzkäfer, sind als nicht dramatisch anzusehen.
Eine nennenswerte Fäule kann durch einlaufendes Wasser nicht entstehen.
Lediglich von einer Verwendung als konstruktives Bauholz ist abzusehen.
Anzumerken sei auch, dass starker Frost das Holz stärker und schneller aus
Auch kann Holz durch einlaufendes Wasser niemals auffrieren und platzen. Ein weit verbreiteter Irrtum.
Risse wird man leider nie ganz vermeiden können.
Trockenrisse, Farbveränderungen und Insektenbohrlöcher sind natürliche Vorgänge und somit kein Reklamationsgrund!
Risse sind keine Mängel! Die Pflege der Figur übernimmt der Käufer!
Pflegehinweise für Baumstumpfarbeiten
In den noch stehenden Stumpf geschnittene Figuren verhalten sich im Gegensatz zu Figuren aus getrocknetem Holz deutlich problematischer. Gerade bei harzhaltigen Nadelhölzern ist mit einem starkem Harzausfluss schon bald nach dem Schnitzen zu rechnen.
Nach einiger Zeit können sich Pilze am Stumpf zeigen. Hier ist mit massiven Schäden zu rechnen.
Anstrich
Um wenig witterungsbeständigen Holzarten ausreichend Schutz vor Nässe, Sonne, Pilzen und Holzschädlingen zu gewähren, können diese mit einer offenporiger Holzlasur gestrichen werden.
Bei eher wetterfesten Holzarten dient ein Anstrich nicht unbedingt dem Holzschutz, sondern mehr der Optik.
Eine offenporige, atmende Lasierung ist ratsam, denn Massivholz ist im Außenbereich wegen der wechselnden Witterungs- und Temperatureinflüsse.
Die Verwendung von Lacken und Dickschichtlasuren verhindert die Holzatmung. Im Holzinnern würde sich, vor allem im Sommer ein hoher Gasdruck aufbauen der sich plötzlich und an der schwächsten Stelle der Figur durch einen kapitalen Riss entlädt.
Allerdings werden Skulpturen der prallen Sonne ausgesetzt mit der Zeit immer stark reißen, dies kann kein Anstrich verhindern.